Menschen mit Epilepsie
leiden nicht nur an ihrer Krankheit, sondern wesentlich stärker unter den
Vorurteilen ihrer Mitmenschen.
Früher
war es der Aberglaube an einer dämonischen Besessenheit, welcher die Kranken
verfemte oder gesellschaftlich ins Abseits rückte.
Heute
sind es die Vorurteile anderer Art, welche die medizinische Behandlung und die
soziale Rehabilitation der Betroffenen erschweren, z.B.:
- das
Vorurteil, die Epilepsie sei eine Geisteskrankheit, die zur Verblödung führe,
- oder die Epilepsie sei
eine Erbkrankheit,
- oder
die Menschen mit Epilepsie seien im Grunde unheilbar.
Obwohl
diese Vorstellungen wissenschaftlich längst widerlegt sind, halten sie sich
hartnäckig, und nur langsam gelingt es, durch geduldige Aufklärung und
mehr Information die Menschen davon zu überzeugen, das Epilepsien Krankheiten
sind wie andere auch, mit milden und schweren Verläufen, das Epilepsien weder
Erbkrankheiten noch Geisteskrankheiten sind und das man Epilepsien heute wirkungsvoll
behandeln und nicht selten ganz ausheilen kann.